Enttäuschung in 3D

Als Zukunft des Films wird sie bezeichnet, die neue 3D-Technik, in der zur Zeit viele Filme gedreht werden. Im Kino konnte ich bis jetzt noch keines dieser Wunderwerke bestaunen, aber im heimischen Entertainment-Tempel war gestern Premiere: Die Reise zum Mittelpunkt der Erde haben wir geguckt. Und verliehen wurde der Film tatsächlich mit einem Bündel 3D-Brillen. Leider war das Resultat ernüchternd.

reisezum3ddesaster

Der Film wird auf zwei DVDs verliehen und sicherlich auch verkauft: einmal die 3D-Fassung und einmal die „normale“, die man auch ohne Pappe auf der Nase genießen kann. Neugierig wie wir waren, haben wir natürlich gleich die 3D-Variante reingeknallt – und haben nach den ersten 20 Sekunden des Films enttäuscht die DVDs gewechselt.

Seltsamerweise fühlte ich mich an die 3D-Specials im guten alten Micky-Maus-Magazin von vor 10 Jahren erinnert. Die waren ähnlich überzeugend. Tatsächlich wird (zumindest auf dem heimischen Bildschirm – wies im Kino wirkt, weiß ich bekanntlich nicht) fast gar keine Dreidimensionalität erzeugt, ganz zu schweigen von dem dreckigen, dunklen Bild, was einem beim Blick durch die billigen Pappbrillen geboten wird. Darüber hinaus taten mir bereits nach den wenigen Augenblicken, in denen ich den Film so sah, die Augen weh.

Möglicherweise liegt das auch an mir, dass meine sowieso ohne Ende deformierten Augen dieses 3D nicht auf die Reihe kriegen; oder dass der Effekt wirklich nur auf der großen Leinwand entsteht; oder dass gerade Die Reise zum Mittelpunkt der Erde ein schlechtes Beispiel für die Nutzung der neuen Technik ist – Fakt ist nur, dass wir den Film dann auf die altmodische, angenehmen Weise weitergeguckt haben.

Der Film selbst war im Übrigen nicht unbedingt schlecht, auch wenn ich ihn sicherlich nur wegen meines Faibles für Jules Vernes Werk ausgeliehen habe. Glücklicherweise war Vernes Roman nur Aufhänger der im Film erzählten Handlung und wurde nicht geistlos nacherzählt. Alles in allem ist der Streifen aber ein ziemliches 08/15-Popcorn-Movie, das ich nicht unbedingt weiterempfehlen möchte… Erst recht nicht, weil es in „3D“ ist!

3 Responses to “Enttäuschung in 3D”


  1. 1 spanksen 3. August 2009 um 11:04

    Hab auch überlegt mir den Film nochmal nur wegen dem 3-D Effekt nochmal in der Videothek auszuleihen (hab den mit meiner Tochter schon im Kino gesehen), habs dann aber gelassen. Und wie du schon schreibst, hab Gott sei Dank nix verpasst (der Film war eh nicht gut)

  2. 2 AppleJünger 9. August 2009 um 22:25

    Habe vor kurzem Ice Age 3D gesehen. Ein Knaller!!!!
    Würde ich dir wärmstens empfehlen.
    Wenn man vom Pferd gefallen ist, soll man ja auch wieder aufsteigen…😉

  3. 3 Flughirnchen 11. August 2009 um 16:41

    @spanksen
    Da hast du recht, zweimal angucken muss man sich den Film wirklich nicht…

    @AppleJünger
    Nett gesagt ^^ Wenn der tatsächlich so gut ist, müsst ich mir den so langsam mal ansehen, so lange läuft der in unserm Provinzkino sicher nicht mehr. Danke für den Tipp😉


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