Erster Eindruck zu Cursed Mountain

cursedmountain

Gestern erschien endlich das von mir langersehnte Cursed Mountain und wie sehr ich mich auf dieses Spiel gefreut habe, wird anhand von zwei Punkten deutlich:

Ich habe es mir erstens direkt zum Release in unserm örtlichen Elektronikfachmarkt gekauft (obwohl ich es online wesentlich billiger, dafür mit längerer Wartezeit gekriegt hätte) und das – zweitens – ohne irgendwelche Reviews gelesen bzw. gesehen zu haben. Beides kommt bei mir äußerst selten vor.

Auf Cursed Mountain habe ich mich ein ganzes Jahr unbändig gefreut, jeden neuen Trailer und Screenshot begierig in mich aufgesogen und sogar einen unsinnigen Fanartikel zum Spiel gewonnen. Doch was macht diesen Titel aus, dass ich seinen Release in diesem Maße herbeigesehnt habe?

Vor allem ist es das Setting, das mich so fasziniert: Die letzten großen Horror-Adventures führten uns unter anderem nach Afrika oder in die Tiefen des toten Alls; Cursed Mountain versetzt den Spieler in die unwirtlichen Regionen des Himalayas und macht ihn mit der spirituellen Welt seiner Bewohner vertraut. Mag sein, dass da mein Faible für die Welt des Buddhismus mit mir durchgegangen ist, aber allein dieser Aspekt hat für mich den Kauf gerechtfertigt.

Wirklich lange habe ich nun zwar noch nicht gespielt (bis zum ersten Bosskampf), aber ich kann schon sagen, dass mein Hype gerechtfertigt war. Das Spiel ist super – bis jetzt natürlich. Die Atmosphäre ist genauso dicht und düster, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Einmal habe ich mich sogar schon beim Auftauchen eines Geistes erschreckt. Hinzu kommt die unglaubliche Liebe zum Detail: Die Locations sind extrem detailliert (wenn auch teilweise mit etwas matschigen Texturen überzogen) und die Story entfaltet sich erst richtig durch das Finden verschiedener in der Spielwelt verstreuter (teilweise auch versteckter) Dokumente.

Zwei Sachen, die mir bisher negativ aufgefallen sind: Die manchmal etwas hakelige Steuerung und die nicht ganz flüssigen Animationen des Protagonisten. An und für sich funktioniert die Steuerung recht gut, teilweise ist sie aber etwas fummelig (eine schnelle 180°-Drehung ist an sich unmöglich) und die Gesten, die zur Bannung von Geistern und Schalteraktivierung mit dem Wiimote-Nunchuk-Duo ausgeführt werden müssen, werden nicht immer eindeutig erkannt. Zum zweiten Punkt: Der Hauptdarsteller Eric Simmons bewegt sich leider, als hätte er einen Stock im Arsch stecken und auf Treppenstufen scheint er sich von Zeit zu Zeit warpen zu können. Möglicherweise hätte hier ein wenig Feinschliff nicht geschadet, allerdings stört es auch nicht wirklich.

Was ich vor einem Jahr noch nicht mal zu denken gewagt hätte, kann ich jetzt als Xbox 360-Besitzer klar sagen: Das Spiel wäre auf einer HD-Konsole besser aufgehoben gewesen. Die kühle Berglandschaft mit ihren imposanten Gipfeln, Schluchten und Bauten sieht auf der Wii schon nicht schlecht aus – mit einer Technik, wie sie etwa das großartige Dead Space hat, wäre sie wohl ein wahrer Traum geworden. Und die Gestensteuerung ist auch entbehrlich.

Nichtsdestotrotz bin ich mit Cursed Mountain bis jetzt absolut zufrieden und merke grad, dass es mir schon wieder in den Fingern juckt, weiterzuspielen. Eine klare Empfehlung für alle Freunde gruseliger Unterhaltung!

7 Responses to “Erster Eindruck zu Cursed Mountain”


  1. 1 spanksen 22. August 2009 um 14:50

    „Was ich vor einem Jahr noch nicht mal zu denken gewagt hätte, kann ich jetzt als Xbox 360-Besitzer klar sagen: Das Spiel wäre auf einer HD-Konsole besser aufgehoben gewesen. “

    Ja, Schade, das wäre was für die Box gewesen. Scheint ja aber trotzdem noch fun zu machen, bin mal gespannt wie dein Endfazit ausfällt, das Game wäre ein Kanditat für den Verleihshop. Gruß Spank

  2. 2 spanksen 22. August 2009 um 15:28

    Off Topic, aber dir als alten Nintendo Haudegen muss ich unbedingt noch folgedes Video nahelegen😉

  3. 3 Flughirnchen 22. August 2009 um 16:47

    @Video
    Genial! Is bestimmt sogar lustiger als das Spiel selbst ^^

    @Endfazit
    Das kommt definitiv, ab nächster Woche hab ich auch endlich wieder ein bisschen mehr Zeit zum Zocken und vielleicht auch zum Bloggen😉

  4. 4 Steffo 3. September 2009 um 18:12

    Grade erst gesehen, dass du ein „Vor-Review“ zu dem Spiel geschrieben hast. Hab CM nie so richtig wahrgenommen und immer gedacht: Wii und Horror-Games? Das passt nicht. Als jedoch die ersten Trailer auftauchten, hab ich gemerkt, dass ich mich geirrt habe: es sah viel besser aus, als ich dachte. Ich besitze es selber nicht, aber überlege mir wirklich, ob ich es mir zulegen sollte. Hab bisher noch kein Horror-Adventure-Spiel für die Wii und kenne das Genre auch nicht so gut, überlege mir aber nochmal, es mir zuzulegen.😉

  5. 5 Steffo 3. September 2009 um 18:15

    Btw: hab das Video von spanksen grad gesehen: DAS ist ja mal geil! xD

  6. 6 Flughirnchen 3. September 2009 um 22:55

    Wenn du auf der Suche nach nem Horror-Adventure bist, würde ich dir raten, noch die ersten Reviews zu Silent Hill: Shattered Memories abzuwarten. Ich bin zwar nach wie vor der Meinung, dass CM genial ist, aber das langsame Spieltempo und die sich nur langsam entfaltende Story sagen vielleicht nicht jedem zu – und zu SH liest man in den ersten Previews nach der gamescom eigentlich nur Gutes!

    Und das Video rockt, klar xD


  1. 1 Finaler Eindruck zu Cursed Mountain « It’s Magic! Trackback zu 12. September 2009 um 14:22

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