City of Ember

Beim Stöbern in Mias Blog habe ich diese Woche eine Rezension zu City of Ember gefunden; ein Film, von dem ich bis dahin überhaupt nichts gehört hatte. Grund genug, ihn mir selbst einmal anzusehen, zumal der Plot ziemlich interessant klang.

Irgendwer hat aus irgendeinem Grund eine riesige Stadt unter der Erde erbaut, in der eine begrenzte Zahl Menschen ein trostloses Leben fristet. Eine Nachricht der Erbauer, die nach 200 Jahren geöffnet hätte werden sollen, ist schon seit langer Zeit verschwunden; der Zustand der Stadt nach dieser langen Zeit desolat. Durch Zufall fällt dem Mädchen Lina jene Botschaft in die Hände, die Zukunft der Bewohner der City of Ember scheint gesichert – gäbe es da nicht den fiesen Bürgermeister, der ganz andere Pläne hat…

City of Ember ist die Verfilmung des gleichnamigen Buches von Jeanne DuPrau, von dem ich ebenfalls noch nie gehört habe – Lauf gegen die Dunkelheit heißt es auf Deutsch und scheint ein Jugendbuch zu sein. Das ist ungefähr auch die Zielgruppe des Films; wirklichen Tiefgang (den man bei dieser Art Plot schon erwarten kann) sucht man vergebens. Außerdem mangelt es an einem richtigen Spannungsbogen: Die erste Hälfte des Films plätschert einfach nur so vor sich hin (kreiert dafür aber eine gelungene Atmosphäre), die zweite humpelt etwas ungeschickt auf das vorhersehbare und unbefriedigende Ende zu.

In der Tat ist es die Atmosphäre, die City of Ember sehenswert macht: Eine nur von Glühbirnenlicht illuminierte, an allen Ecken und Enden bröckelnde Stadt, deren Fortbestehen vom Einsatz missmutiger Arbeiter abhängig ist. Ich fühlte mich mehr als einmal an Metropolis und diverse Steampunk-Werke erinnert – wobei die Technik in der City of Ember natürlich nicht dampfbetrieben ist, die Maschinen haben vielmehr dieses typische, an diesen Stil angelehnte Aussehen. Das recht namhafte Ensemble um Bill Murray, Tim Robbins und allen voran Heavenly Bones-Star Saoirse Ronan fügt sich großartig in die Kulissen ein und versucht das letzte aus den viel zu einfach gestrickten Charakteren zu holen. Manche Figuren sind einfach überflüssig, tragen nichts zur Story bei und stehen trotzdem allzu sehr im Mittelpunkt.

Vielleicht hätten dem Film auch ein paar Minuten mehr Spielzeit gut getan, in denen dem naiven Zuschauer noch einmal erklärt wird, warum die Stadt nun eigentlich erbaut wurde. Möglicherweise wird es im Buch erklärt, aber das werde ich deswegen nun sicherlich nicht lesen.

Ich bin mir nicht ganz sicher, was ich von City of Ember halten soll. Der Film unterhält natürlich und erinnert in seinen besten Momenten an ein Werk von Jules Verne – versinkt aber letztlich in der Masse an Fantasy-Filmen für Kinder und Jugendliche, weil er außer seinen guten Schauspielern und der gelungenen Atmosphäre einfach nichts zu bieten hat. Es ist fast ein bisschen schade, dass er ein Total-Flop war – vielleicht wäre die Verfilmung des nächsten Buches der Reihe was geworden…

Bildquelle: ign.com

2 Responses to “City of Ember”


  1. 1 spanksen 16. April 2010 um 15:19

    Hab den mit meiner Tochter zusammen geschaut und wir fanden den beide…. joar…. irgendwie langeweilig, trotz der guten Optik und so, nix dolles


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